Aktuelle Themen

Unsere neue Veranstaltungsreihe «Infopoint»

Die finanzielle und persönliche Welt wird komplexer. Konstruktive Lösungen für viele Lebensthemen sind auf das geübte Zusammenarbeiten verschiedener Sichtweisen angewiesen. Unsere Veranstaltung «Infopoint» soll dieses Zusammenspiel für unsere Kundinnen und Kunden sowie für interessierte Privatpersonen anschaulich darstellen. Ergänzt wird unsere Expertise in Steuern, Treuhand, finanzieller Lebensplanung und Vermögenscontrolling jeweils durch spezielles Know-how für die angesprochenen Themenkreise.

Der erste Infopoint fand am Dienstag, 18. September 2018 statt und drehte sich um das Thema «Immobilien für Privatpersonen». Referenten waren Michael Eichholzer, NRS Treuhand AG, Doris Schönemann, Investor’s Dialogue und Andreas Loepfe, FRICS.

Herr Loepfe hat auf sehr interessante Weise aufgezeigt, was man von institutionellen Immobilieninvestoren lernen kann. Doris Schönemann, Dr.rer.pol., gab im Anschluss einen Einblick in ihre lange Erfahrung aus den Verhaltenswissenschaften (Behavioral Economics) und der Beratung in finanzieller Lebensplanung. Die zwei Gesichter der eigengenutzten Immobilie – Gebrauchsgut und Investitionsgut – wurden so sehr bildlich von ihr dargestellt. Das Thema «Immobilienanlagen und was es dabei zu beachten gibt», wurde zum Abschluss aus steuerlicher Sicht von Michael Eichholzer beleuchtet.

Beim einem köstlichen Apéro riche fanden interessante Gespräche und anregende Diskussionen statt. Der erste Infopoint war rundum ein voller Erfolg und wir freuen uns, bereits eine nächste Veranstaltung im ersten Semester 2019 zu dem Thema «Erben» bekannt geben zu können. Sie haben Interesse? Dann melden Sie sich gerne über fischer@nrs-treuhand.ch oder Tel. 044 533 69 00.

Die PDF-Versionen zu allen drei Vorträgen des ersten Infopoints finden Sie weiter unten auf der Seite oder wir können Ihnen diese auch per Post zuschicken. Gerne nehmen wir Ihre Bestellungen über die o. a. Kontaktdaten entgegen. Vielen Dank.

Handout – Michael Eichholzer, NRS Treuhand AG
Handout – Doris Schönemann, Investor’s Dialogue
Handout – Andreas Loepfe, INREIM

Unser Quaterly in Behavioural Economics- Fallstricke für finanzielle Entscheide

April 2018

Behavioural Economics verbindet Erkenntnisse aus Psychologie und Ökonomie.
Das Verhalten der Menschen wird untersucht. Eine besondere Stärke liegt darin, Fallstricke bei Entscheidungen aufzuzeigen. Es wird gezeigt, warum wir Menschen vom Paradigma des rationalen Entscheidens abweichen – komplex, irrational und widersprüchlich!

Frühlingsgefühle und unsere Neigung zur Selbstüberschätzung – Overconfidence

Der englische Ausdruck „Overconfidence“ ist in seiner Bedeutung auf deutsch nicht eindeutig zu übersetzen: übersteigertes Selbstvertrauen, Selbstüberschätzung, oder übermässiger Optimismus.
Overconfidence ist nach Daniel Kahnemann (dem „Erfinder von Behavioural Economics) tief in unserem Verhalten verankert, ist hilfreich rasch Entscheidungen zu fällen, Neues zu wagen und ist vermutlich für das Überleben lebensnotwendig. Aber Overconfidence führt uns auch in Konflikte, in Dilemmatas. Zahlreich sind die Beispiele der Selbstüberschätzung, zum Beispiel über das Wissen um Geld, Financial Literacy. Einschätzung des eigenen Wissens und Ergebnisse von Tests klaffen auseinander, man schätzt sich besser ein, als der Wissenstest aufzeigt. Problematisch ist insbesondere, je tiefer das Wissen um Finanzen ist, desto grösser ist die Selbstüberschätzung!

Entwicklungen von Aktienkursen, Wechselkursen gehören zu jenen Gruppen, von denen ein bekannter Risikoforscher, Gerd Gigerenzer, sagt, dass diese zu den Ungewissheiten gehören, also praktisch nicht voraussagbar sind. Da nützen auch die Datenmengen, die unzählige Analysten der Finanzindustrie verarbeiten, wenig. Wenn dann Kundenberater, auch diese sind wie wir alle von Overconfidence befallen, an einem Frühlingsmorgen sozusagen „gut fundierte“ Ergebnisse präsentiert, ist Vorsicht geboten. Für alle gilt, vermeintlich sichere Ergebnisse und dann noch an einem sonnigen Frühlingsmorgen wird unsere Entscheidung „overconfident“ werden lassen. Wichtige Entscheide überschlafen, und oder an einem trüben Tag überdenken, verbessert die Qualität der Entscheide.

Ein Gegenmittel für Overconfidence bei Finanzen ist eine nüchterne persönliche Analyse, welche die Finanzielle Lebensplanung mit möglichen Lebenswendepunkten umfasst. Dies ergibt dann eine vermutlich eher bescheidene aber krisenresistente Sicht, die weder wie im letzten Jahr von steigenden Aktienkursen noch von Frühlingsgefühlen beherrscht wird.
Overconfidence lässt sich nicht wie viele andere Fallstricke vermeiden, wir leben alle damit, aber wir können es mit Weitsicht tun.

Der Jahresanfang bringt den Rückblick auf 2017. Wo liegen die Fallstricke des Rückblicks?

Kontoauszüge, Depotauszüge, Pensionskassenausweis, Lohnausweis und so fort dokumentieren das vergangene Jahr in Zahlen. Was ist aus dem Vermögen geworden: mehr, weniger, gleich geblieben?
Im Hinblick auf den Rückblick ist hilfreich, zwei unserer menschlichen Neigungen (Bias) im Auge zu behalten: Hindsight und Kontrollillusion. Diese beiden Bias wirken zusammen, so dass wir die Vergangenheit „verzerrt“ wahrnehmen, oder anders ausgedrückt, wir interpretieren die Vergangenheit um.

Hindsight – Im Nachhinein weiss man alles besser.

Wir Menschen meinen nach dem Eintreffen eines Ereignisses mehr gewusst zu haben, als wir zum damaligen Zeitpunkt der Entscheidung tatsächlich wussten. Ist ein grosses aber auch kleineres Ereignis passiert – Finanzkrise 2008, tägliche Bewegung der Kurse der Aktien – können „Experten“ sofort erklären, warum es so kommen musste.

Im Jahr 2017 stiegen die Kurse der meisten Aktien deutlich weltweit an. Rückblickend sind die meisten Anleger überzeugt, dies vorausgesehen zu haben; sie haben ja Aktien gekauft oder sind bei ihren Investitionen in Aktien geblieben. Zum einen entsteht das Gefühl, die Dinge im Griff zu haben, zum anderen ist meist noch ein Verstärker am Werk -self serving bias- , d.h. wir neigen dazu, Erfolge auf uns selbst zurückzuführen, während für Misserfolge externe Ursachen verantwortlich gemacht werden. Dies gilt nicht nur für den Einzelnen sondern auch für Unternehmen und Institutionen. Wundern Sie sich nicht, wenn das diesjährige gute Ergebnisse ihrer Vermögensanlagen als Erfolg Ihrer Bank dargestellt wird.

Eine praktische Hilfe dem Hindsight entgegenzuwirken ist, Gründe und Informationen kurz notieren, die wesentlich zur Entscheidung, zum Beispiel investieren in Aktien, führten. Diese Überwachung ist auch die wichtigste Funktion, die ein Vermögenscontrolling leistet.

Illusion of Control – alles im Griff?

Entscheide müssen häufig unter Unsicherheit getroffen werden. Nun erzeugen wir bei unsicheren Situationen das Gefühl, dass die Lage kontrollierbar sei, obwohl nur eine geringe Einflussmöglichkeit besteht, zum Beispiel auf die Bewegung der Aktienkurse. Wir meinen – vor allem auch im Nachhinein – mehr gewusst zu haben, also auch mehr im Griff gehabt zu haben, als dies tatsächlich möglich ist.

Depotauszüge per 31.12.2017 mit den vielen Zahlen auf die Kommastelle genau wecken weiter den Eindruck, dass die Dinge kontrollierbar sind. Nur schon morgen können die Zahlen anders aussehen, Kurse von Wertpapieren schwanken. Entwicklungen der Börse sind erratisch, zufallsbedingt.

Eine praktische Hilfe gegen Kontrollillusion ist, Erwartungen tief halten und die Bandbreite der Möglichkeiten in Betracht ziehen, zum Beispiel die Schwankungsbreite bei Aktien von plus/minus 19%.

Wir wünschen für 2018 viele glückliche Zufälle.

Investor’s Dialogue

Neue Büroräume mit Vernetzung komplementärer Dienstleistungen

Ab 20. Dezember 2017:
Investor’s Dialogue® GmbH,
Badenerstrasse 141,
Postfach, 8036 Zürich, Switzerland
Telefon 0041 (0)44 533 52 00

Unser langjähriger Standort ging uns aufgrund anderer Nutzungen verloren, aber wir haben gefunden, was für uns wichtig ist, nämlich für unsere „Finanziellen Lebensplanungen und Vermögenscontrolling“ effizient auf komplementäre Dienstleistungen, zum Beispiel Steuern, zugreifen zu können.

Ab Januar 2018 sind unsere Büroräume bei der NRS Treuhand AG in der Badenerstrasse 141. Die Partner der NRS, Michael Eichholzer, Reto Straumann, Thomas Rutishauser und Dirk Stingelin schätzen wir aus der Zusammenarbeit bei Fragen zu Steuern und Treuhand. Wir konnten dabei feststellen, dass wir gemeinsame Werte in der Beratung teilen: Verantwortlich für das Wohl unserer Kundinnen und Kunden handeln, transparent Varianten darlegen, sowie offen und partnerschaftlich kommunizieren. (www.nrs-treuhand.ch)

Die Badenerstrasse ist für uns ein neues Quartier, und wir freuen uns auf das Entdecken eines weiteren geschäftigen Teils von Zürich.

Chancen der Honorarberatung für den Finanzplatz Schweiz

April 2017

Advisornet, das Forum für Exzellenz in der Finanz- und Vermögensberatung, nahm sich im zweiten öffentlichen Workshop am 29. März 2017 dem Thema Honorarberatung an. Investor’s Dialogue ist Gründungsmitglied von Advisornet.

In der Finanzindustrie ist üblich, Gebühren in Abhängigkeit von der Höhe des Vermögens zu verlangen und es wird einiges an Erfindungsreichtum auf die Ausgestaltung verwendet, wie Staffelungen, Paketgebühren, Aufteilungen innerhalb der verschiedenen Zwischenhändler und so fort. Nur mit viel Know – how und Recherche kann man Gebühren verschiedener Banken vergleichen, und auch beurteilen, ob das Produkt oder die Dienstleistung den Preis wert ist.
Das Modell der Honorarberatung, also Beratung nach Zeitaufwand, wird in der schweizerischen Finanzindustrie noch wenig genutzt. Advisornet hat über die Grenze geschaut und Dieter Rauch, den engagierten Pionier der Honorarberatung in Deutschland, für das Hauptreferat eingeladen. Er hat den Verbund Deutscher Honorarberater 2000 gegründet und erweitert das Thema seither zielorientiert mit ständig neuen Meilensteinen – Ausbildung, Standesregeln, Serviceangebote – , kurz, alles was der Verbesserung und Akzeptanz der Honorarberatung dient und hat es salopp gesagt bis zur Gesetzesreife in Deutschland gebracht. Die schweizerische Sicht brachte Rechtsanwalt Alexander Rabian ein, in seiner Rolle als Vorsitzender der Geschäftsleitung der Selbstregulierungsorganisation des Verbands Schweizerischer Vermögensverwalter. In der NZZ vom 21.3.2017 hat Michael Schäfer über den Workshop von Advisornet und die Diskussionen darüber berichtet, siehe unter www.advisornet.ch

PS Investor’s Dialogue arbeitet seit Gründung nur mit vom Kunden bezahlten Honorar. Dem Missbrauch im Modell der Honorarberatung – zu viele Stunden aufschreiben – beugen wir mit einem Budget vor, das als Obergrenze gilt.

Unser Quaterly in Behavioural Economics-
Fallstricke für finanzielle Entscheide

April 2017

Behavioural Finance ist ein interdisziplinärer Ansatz in den Finanzwissenschaften, der Psychologie und Ökonomie verbindet. Es wird das Verhalten der Menschen untersucht, insbesondere wie Menschen Entscheidungen fällen. Eine besondere Stärke liegt darin, Fallstricke bei Entscheidungen aufzuzeigen. Es wird gezeigt, warum wir Menschen vom rationalen Entscheiden abweichen.

Unsere häufigste Handlungsweise ist, unser Hirn will es sich einfach machen, was an sich vernünftig ist, jedoch immer auch eine Kehrseite hat. Deshalb gut zu wissen, wie das «Einfach machen» funktioniert und was gegen Fallstricke zu tun ist.

Als erstes wenden wir uns der Suche nach Informationen zu, die es für jede finanzielle Entscheidung braucht. Dabei stellen uns besonders zwei Fallstricke – Bias – ein Bein:

Selektive Wahrnehmung (selective perception)
Wir nehmen gern Informationen auf, die unseren Vorstellungen entsprechen und wir vermeiden Informationen, die unseren Vorstellungen widersprechen.

Wer kennt nicht die Geschichten um feste Vorstellungen, auch wenn eine andere Faktenlage bekannt ist. Swissair galt als gute Airline, trotz bekannter finanzieller Schieflage. Bis zum Schluss wollte mancher den Konkurs nicht sehen und investierte weiter.

Verfügbarkeit (availability)
Frische, aktuelle Information wird übergewichtet.
Information, die einfach zu erhalten ist, wie von Familie und Freunden wird übergewichtet.
Wenn es alle oder zumindest viele tun, folgen wir der Herde.
Wenn eine sehr bekannte Person (VIP) oder Marke die Information gibt, folgen wir dem «Heiligenschein Effekt» (Halo Effect).

Was gerade gehört wurde, positive Nachricht über die Firma X, kommt zuerst in den Sinn.
Apple gehört zu den «Glitzer Aktien», die Herde folgt gern.
In Blindtests schneiden Coca Cola und Pepsi Cola gleich gut ab, weiss man dagegen, was man trinkt, ist Coca Cola – weil bekannter – jeweils besser.

Ein einfaches Gegenmittel nicht der selektiven Wahrnehmung und der Verfügbarkeit zu erliegen ist: Gegenargumente und andere Informationen als die gängige Information zu suchen.

Symposium on Pensions and Financial Literacy

December 2014

The Center for Economic and Political Research on Aging at the Università della Svizzera italiana, Lugano, hosted on December 4th, 2014, a Symposium on Pensions and Financial Literacy. CEPRA is an international center established at USI in 2012. The center has the goal of promoting policy debate and scientific research on aging, pension and health care issues. The center aims at stimulating empirical research on population aging, pension and health care design and spending, at promoting academic training on this topics, and at disseminating research output to a specialized and a general audience, through workshops, conferences and public debates.
Dr. Doris M. Schönemann, Investor’s Dialogue® GmbH participated with a talk on

20 Jahre Investor’s Dialogue
Jubiläumsthema Kundenberatung in der Schweiz:
Woher kommen wir, wohin geht die Reise?

September 2014

Investor’s Dialogue ist eine unabhängige Finanzplanungsfirma, die Privatkunden nach den Erkenntnissen der Verhaltensforschung, Behavioural Finance, berät. Sie feierte am 29. September 2014 im Zunfthaus zur Meisen, Zürich, das 20-jährige Firmenjubiläum mit dem Jubiläumsthema: «Kundenberatung in der Schweiz: Woher kommen wir, wohin geht die Reise?» Gemäss Doris M. Schönemann, der Gründerin von Investor’s Dialogue, wird der künftige Erfolg des Finanzplatzes Schweiz zentral davon abhängen, wie die Kundenberatung gestaltet wird.

Manfred Stüttgen, Dr.oec., lic.theol., Managing Partner, BhFS Behavioural Finance Solutions GmbH, ein Spin off der Universität Zürich, hielt in Stellvertretung des erkrankten Prof. Dr. Thorsten Hens, (Direktor des Instituts für Banking und Finance Universität Zürich und Professor für Wirtschaft am Swiss Finance Institute) das einführende Referat. Stüttgen begann mit dem Rückblick auf die letzten zwanzig Jahre. Damals war die Bindung der Kunden zu ihrem Kundenberater zentral, ein guter Berater wusste, was dem Kunden gut tat. Beratung gehörte in das Feld der «art of advice». Dann setzte eine Phase der Produktentwicklung, der Kundensegmentierung und der strukturierten Beratungsprozesse ein. Der Kunde wurde an die Bank gebunden. Inzwischen schüttelte die Finanzkrise das Bankgewerbe. Die Regeldichte wird eng, die Finanzmarktaufsicht fühlbar. Unter Druck kommen Banken auch durch neue, bankfremde «digitale» Anbieter, die mit günstigen, internetfähigen, einfach verfügbaren, digitalen Anlageberatungs-programmen in den Markt eintreten. Wer aus diesem Prozess gestärkt hervorgehen wird, ist offen. Gemäss Manfred Stüttgen zeichnet sich in Ansätzen ein aus der Verhaltensökonomie, Behavioural Finance, kommender neuer Beratungsansatz für persönliche individuelle Betreuung ab. Inzwischen ist empirisch gut belegt, dass durch typische Anlegerfehler dem Investor eine Rendite von rund 1.2 – 6.5 % p.a. («Behavior Gap») entgeht. Die «Science of Advice» hält ihren Einzug in die Kundenberatung. Diesen Weg sieht Stüttgen vor allem für die Branche der unabhängigen Vermögensverwalter, die mit einer persönlichen, finanzpsychologisch fundierten Kundenbetreuung die Kundennähe erhöhen und Anlage-fehler reduzieren können.

Reto Ringger, Gründer und CEO der Globalance Bank AG, Präsident des Stiftungsrates des WWF Schweiz und Mitglied Executive Committee des Club of Rome zeigte auf, wie die Bank der Zukunft aussehen kann. Die Globalance Bank AG hat von Investor’s Dialogue das Konzept der Geldpersönlichkeit übernommen und gestaltet ihre Beratungsprozesse erfolgreich mittels eines Behavioural Finance Ansatzes. Ein weiteres Merkmal ist, dass die Bank von Eigentümern geführt wird, die ihre Kunden bei der langfristigen Vermögensanlage unabhängig berät. Sie steht für den Paradigmenwechsel im Banking und einem zukunftsorientierten Umgang mit Vermögen. Der Globalance Portfolio Footprint – eine Weltneuheit – zeigt jedem Kunden die realwirtschaftliche Wirkung seines individuellen Vermögens. Globalance Bank ist bereits mehrfach von einem Schweizer Wirtschaftsmagazin unter die besten Schweizer Privatbanken gewählt worden.

Ivo Knoepfel, Dr.sc.techn., Gründer und Managing Director von onValues, Gründungsmitglied von UNEP Financial Services Initiative und Präsident des 2013 gegründeten Advisornet sieht eine hohe Chance in der Vernetzung. Advisornet möchte kleinen, unabhängigen Finanz- und Investmentberatungsfirmen mehr Visibilität geben und den Kunden und der Öffentlichkeit den Wert einer echt unabhängigen, nur auf die Interessen der Kunden ausgerichteten Beratung bekannt machen. Er ist überzeugt, dass unabhängige Beratung zu einem wichtigen Bestandteil des Angebots des Schweizer Finanzplatzes werden muss. In Zusammenarbeit mit der universitären Forschung wird Advisornet Excellency Kriterien für unabhängige Beratung erforschen und publik machen.

Gründung Advisornet

Juni 2014

Trotz oder gerade wegen der Krise des Finanzplatzes Schweiz, der Perversion der Bankenfunktion, Altlasten und so fort, entsteht auch Neues und Zukunftsweisendes. Drei Gründungsmitglieder – Investor’s Dialogue® GmbH, onValues Ltd. und Wüthrich, Henz & Co. AG – haben am 18. Oktober 2013 einen Verein nach schweizerischem Recht unter dem Namen «Advisornet» gegründet. Inzwischen hat der Verein weitere Mitglieder gewonnen.

Advisornet bezweckt die Zusammenarbeit und den Austausch unter führenden kleinen, hochqualifizierten und unabhängigen Unternehmen, die Beratung in Finanz- und Vermögensfragen anbieten. Er fördert die Sichtbarmachung der gemeinsamen Wertebasis und unterstützt mittels wechselseitigem Erfahrungs- und Wissensaustausch die Einhaltung hoher Qualitätsstandards in der Beratung. Er trägt dazu bei, in der Finanzbranche eine Messlatte für unabhängige, qualifizierte Beratung zu setzen. Mitglieder von Advisornet können nur Beratungsunternehmen in den Bereichen Finanzen und Anlagen sein, die sich durch ihre Professionalität, Integrität, Unabhängigkeit und Ehrlichkeit einen Namen gemacht haben.

www.advisornet.ch ist aufgeschaltet und soll ein lebendiges Forum werden. Diskurs und Kommentare sind willkommen.

WWF Weiterbildung «Leader for Sustainable Finance»

September 2012

Der WWF hat erfolgreich zum zweiten Mal eine Ausbildung für nachhaltige Finanzspezialisten durchgeführt. Wichtiges Teilstück ist jeweils eine Praxisarbeit; das erworbene Know-how kann direkt auf das eigene Unternehmen angewandt werden. Dr. Doris M. Schönemann hat die Jury für die Praxisarbeiten präsidiert und für sie ist folgerichtig, dass der WWF die Finanzbranche ins Zentrum seiner Bildungsinitiative «Business – Change» rückt. Diese hat Nachhaltigkeit heute am meisten nötig.
Gefordert sind: mehr Langfristigkeit, weniger Virtuelles dafür mehr reale Wertschöpfung und mehr Dienstleistung aus der Sicht der Kunden- dazu kann das Engagement des WWF beitragen.

Globalance Bank übernimmt Geldpersönlichkeit

Januar 2012

Während siebzehn Jahren trug in meiner Firma Investor’s Dialogue die Geldpersönlichkeit® wesentlich dazu bei, das persönlich passende Finanzkleid für meine Kundinnen und Kunden zu gestalten. Es freut mich ausserordentlich, dass die neu gegründete Globalance Bank die «Geldpersönlichkeit» übernommen hat und mit meiner Mitarbeit weiter entwickeln wird. Die Erfindung der Geldpersönlichkeit geht auf meine langjährige Erfahrung in der Welt der Finanzen zurück, die von einer Unzufriedenheit mit der Rolle der Banken begleitet war. Es braucht ihre Mittlerfunktion in einer Volkswirtschaft; jedoch muss heute das Bankgeschäft neu interpretiert werden. Die Globalance Bank stellt sich diesem Anspruch. Sie ist eine eigentümergeführte Privatbank für all jene, welche verantwortungsvoll mit Vermögen umgehen wollen. Diese Neugründung setzt ein positives Zeichen, frei von Altlasten und erstarrten Gewohnheiten. Das Geschäftsmodell der Globalance Bank kann ich voll mittragen: Nicht die Dominanz der Bankpolitik – dies ist die alte Welt -, sondern die Sicht des Kunden beeinflusst die Vermögensanlagen. Wesentlich dabei ist, dass die persönlichen Werthaltungen in den Anlagen widergespiegelt werden. Kurz, der eigene, nachhaltige Fussabdruck – die Wirkung der Finanzanlagen in der realen Welt – wird gestaltet.

Finanzsektor ist mitten in einem Systembruch

November 2008

«Ähnelt die heutige Situation der Finanzindustrie der Geschichte vom Zauberlehrling, in der allen Beteiligten das Verständnis ihres Schaltens und Waltens über den Kopf stieg? Die Antwort bleibt zweideutig, denn es wäre unfair einem der Akteure mehr Schuld geben zu wollen als einem anderen, da sie alle daran beteiligt waren. Die Anbieter verlockten die Nachfrager und vice versa, Wechselwirkungen führten zu komplexen Systemen, bei denen auch die Regulatoren nur teilweise erkannten, was tatsächlich vor sich ging. Was übrig bleibt ist ungläubiges Staunen, wie doch vermeintlich hochprofessionelle und ebenso gut bezahlte Akteure ihre Grenzen so aus den Augen verlieren konnten.

Die Finanzindustrie hat in den letzten Jahrzehnten eine Eigendynamik entwickelt, die weit über ihren, gesellschaftlichen Auftrag des Risikotransfers innerhalb eines funktionierenden Kapitalmarktes hinausging.»

Nebst der Analyse enthält der Text auch sechs Verhaltensregeln für Standards für nachhaltige Finanzmärkte.

Lesen Sie dazu mehr in «Ansprüche institutioneller Investoren an die Nachhaltigkeit der Kapitalmärkte» zusammen mit Frederic J. Methlow in: Standards für nachhaltige Finanzmärkte, Herausgeberin Brigitte Strebel-Aerni, Verlag Schulthess, 2008

Nachhaltigkeit wird im Zuge der Finanzkrise noch mehr an Bedeutung gewinnen

Oktober 2008

Lesen Sie dazu das Interview zusammen mit dem Quartalsbericht der Sustainable Performance Group, SPG, die Zukunft in einer Aktie.

«Weibliche Finanzstrategien – ein Mann ist keine Anlage»

Juni 2008

Friederike Nagel von der Süddeutschen Zeitung hat in der Ausgabe vom Mittwoch, 25. Juli 2008, ein buntes und interessantes Potpourri der Meinungen um das Thema Frau und Geld zusammengestellt. Unter anderem wurde auch Doris Schönemann befragt; und einige «Klischees gehören da doch in die Mottenkiste».

Interview mit Christian Affolter, AGEFI

Juni 2008

Im Interview mit Christian Affolter, AGEFI, hat Doris Schönemann zu Fragen Stellung genommen: Wie werden Kleinanleger auf die jüngsten Kursstürze an der Börse reagieren? Und was müsste passieren, dass sich wieder mehr Anleger für die Aktien interessieren.

Studie der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften
über Financial Literacy in der Schweiz online

Juni 2008

Stäheli Thomas, Zobl Matthias, Hobein (Hrsg.) Günter A. Financial Literacy in der Schweiz (2008) Institut Banking & Finance IBF, Researchpaper / Projektbericht, ZHAW

Abstract in English In 2005, the Organization for Economic Cooperation and Development OECD published a study on financial education at an international level, entitled »Improving Financial Literacy: Analysis of Issues and Policies». It revealed that a large proportion of the population has very limited knowledge of financial issues and that the general level of knowledge is grossly overestimated. In addition, it became clear that people find it difficult to find and to grasp pertinent financial information. Similar results supporting these findings were yielded by two other studies conducted in Germany. Switzerland was excluded from these studies, which is why Investor’s Dialogue, a financial consulting firm, commissioned a new study, conducted as a semester assignment at the Zurich University of Applied Sciences ZHAW, to establish whether, and to what extent, such problems exist in Switzerland. Financial education is gaining in importance. Increasingly, different areas of the world of finance require us to place more emphasis on taking care of our own financial affairs. This is a topic of some significance, in particular in the context of developments in the field of retirement planning. This shift towards assuming more personal responsibility in money matters can however only be successful where there is enough fundamental knowledge in financial matters.

Die Financial Literacy bestimmt das Verhalten

März 2008

Denaris, die Zeitschrift des Verbands Schweizerischer Vermögensverwalter, hat die Ausgabe Nr. 2, März 2008, dem Thema Behavioural Finance gewidmet. Doris Schönemann hat darin einen Beitrag über den Zusammenhang zwischen Financial Literacy und dem Verhalten der Menschen im Umgang mit Geld geschrieben. Mangelnde Kenntnis über Finanzen führt dazu, dass Menschen ihre persönliche finanzielle Situation verschlechtern. Mehr dazu im Artikel: «Die Financial Literacy bestimmt das Verhalten».

Auch Privatanleger brauchen ein Vermögenscontrolling

Januar 2008

Immer mehr Private Anlegerinnen und Anleger ärgern sich über ihre Depotauszüge. Diese sind zwar umfangreich, vermisst wird jedoch Verständlichkeit und Relevanz der Information. Dazu der Beitrag im Cashdaily von Annik Ott vom 24. Januar 2008 «Depotauszüge ärgern die Privatanleger».

Radiosendung über Financial Literacy

November 2007

Die Redaktorin Maya Brändli vom Schweizer Radio DRS befragt Doris Schönemann im Rahmen der Sendung Kontext zum Thema Financial Literacy. Die Sendung wird am Freitag, 9. November 2007 um 9 Uhr und um 18.30 Uhr als Wiederholung auf Schweizer Radio DRS 2 ausgestrahlt.

Finanzmärkte: Effizienz und Sicherheit

Mai 2007

Am 30. Mai 2007 wird das Buch «Finanzmärkte: Effizienz und Sicherheit, Herausgeberin Brigitte Strebel-Aerni, Verlag Schulthess im Rahmen eins Symposium in Zürich präsentiert. Doris Schönemann hat dazu einen Beitrag verfasst: Compliance – Risikomanagement für Privatkunden.» Im Beitrag wird die Problematik aufgezeigt, dass dem privaten Bereich immer mehr Risiken und Eigenverantwortung aufgebürdet werden. Dann wird darauf eingegangen, ob und inwieweit der private Sektor fit ist, diesen Risiko-Shift zu verkraften, insbesondere angesichts einer Vielzahl komplexer Finanzprodukte und einer dynamischen Finanzindustrie. Schliesslich wird dargelegt, welche Gruppen innerhalb des privaten Sektors besonders gefordert sind, Compliance, im Sinne von Risikomanagement, wahrzunehmen. Doris Schönemann nimmt auch am Podiumsgespräch des Symposiums teil.

Financial Literacy wird international zum Schwerpunktthema

Januar 2007

An der «OECD/G8 Conference on Improving Financial Literacy» Ende November 2006 in Moskau fiel auf, dass das Thema in vielen Ländern eine hohe politische Priorität geniesst. Dies zeigte sich in einer bereits breiten institutionellen Verankerung in einzelnen Ländern und internationalen Organisationen. Financial Literacy ist erklärtes Schwerpunktthema der OECD. Doris Schönemann war mit zwei Berichten an der Konferenz vertreten, zum einen in ihrer Rolle als Vizepräsidentin des Verwaltungsrats des Ausgleichsfonds der Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) mit «Financial Education for Pensions and Insurances» und zum anderen mit einem Beitrag über «How to make an illiterate Investor literate or learning the skilful way to handle your financials».